Tätigkeitsbereiche

Die Navigation durch die oft komplexen wettbewerbs- und regulierungsökonomischen Themen, Probleme und Fragestellungen stellt häufig eine beachtliche Herausforderung dar. Unsere Erfahrung als analytisch arbeitende Wirtschaftswissenschaftler und unsere Kenntnisse der spezifischen Kontexte, in denen Wettbewerbs- und Regulierungsfragen auftreten, ermöglichen es uns, rigorose, konsistente und überzeugende ökonomische Argumente zu entwickeln, die die Grundlage für gute Ergebnisse für unsere Kunden sind.

Unsere Erfahrung und unsere Expertise umfasst das gesamte Themenspektrum aus den Bereichen Wettbewerb und Regulierung sowie den damit verbundenen kartell- und regulierungsrechtlichen Fragen insbesondere auch der Marktdefinition.

Unsere Expertise umfasst die folgenden Bereiche: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, Schiedsgerichtsbarkeit und Rechtsstreitigkeiten, Kartelle und horizontale Absprachen, SchadensquantifizierungMarktabgrenzung, Fusionskontrolle, Regulierungsfragen und Marktberichte, Sektor- und Marktuntersuchungen, Staatliche Beihilfen, Vertikalvereinbarungen

Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung


Unsere Erfahrung in Fällen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung gemäß Artikel 102 AEUV oder entsprechender nationaler wettbewerbsrechtlicher Bestimmungen umfasst sowohl Fälle des Ausbeutungs- als auch des Behinderungsmissbrauchs. Unser Team kann auf eine umfangreiche Beratungserfahrung in solchen Fällen zum einen auf EU-Ebene und zum anderen im Rahmen nationaler Rechtsfälle zurückgreifen. Hierzu gehört auch die Mitwirkung an den Arbeiten zur Überprüfung von Artikel 102 (Article 102 review) der Europäischen Kommission sowie diverse Diskussionen im Rahmen der OECD.

Zu den von uns behandelten Themen im Zusammenhang mit Behinderungsmissbräuchen gehören Ausschließlichkeitsbindungen, z. B. Alleinbezugs- und Vertriebsvereinbarungen, retroaktive und Mehrproduktrabatte, Kopplungsbindungen wie reine und gemischte Bündelungsstrategien, Kampfpreise, Lieferverweigerungen und Preis-Kosten-Scheren. Im Bereich des Ausbeutungsmissbrauchs kann unser Team auf Erfahrungen bei Preishöhen- und Konditionenmissbrauch verweisen.

C.-Philipp Heller, Heiner Lindenlaub & Frank Maier-Rigaud (2020) Exclusionary Bundle Discounts: A Simple Model with two Applications, Economics Bulletin, 40(1), 210-216.

Schwalbe, Ulrich (2019) Market definition in the digital economy: An overview of EU and national case law, Concurrences, October 2019.

Maier-Rigaud, Frank P., Blalock, Nathan & Oliver Gannon (2019) Reverse Payments: An EU and US Perspective, in: Figueroa, P. & A. Guerrero (eds.) EU Law of Competition and Trade in the Pharmaceutical Sector, Edward Elgar, Cheltenham, 35-108.

Schwalbe, Ulrich (2017), Antitrust Compliance and Abusive Behaviour, in: Paha, J. (ed.) Competition Law Compliance Programmes, Springer Verlag, Heidelberg, 103-120.

Schwalbe, Ulrich & Frank P. Maier-Rigaud (2012) Market Definition, OECD Best Practice Roundtables in Competition Policy, June.

Maier-Rigaud, Frank P., Federica Manca & Ulrich von Koppenfels (2011) Strategic underinvestment and gas network foreclosure - The ENI case, EC Competition Policy Newsletter, Directorate General Competition, European Commission, 1, 18-23.

Maier-Rigaud, Frank P. (2011) Excessive Prices, OECD Best Practice Roundtables in Competition Policy, October.

Adam, Michael & Frank P. Maier-Rigaud (2009) The Law and Economics of Article 82 EC and the Commission Guidance Paper on Exclusionary Conduct, Journal of Competition Law (ZWeR - Zeitschrift für Wettbewerbsrecht), 1, 131-146.

Maier-Rigaud, Frank P. (2006) Article 82 Rebates: Four Common Fallacies, European Competition Journal (Special Edition on Article 82), 2(2), 85-100.

Maier-Rigaud, Frank P. & Dovile Vaigauskaite (2006) Prokent/Tomra, a textbook case? Abuse of dominance under perfect information, EC Competition Policy Newsletter, Directorate General Competition, European Commission, 2, 19-24.

Maier-Rigaud, Frank P. (2005) Switching Costs in Retroactive Rebates - What's Time got to do with It?, European Competition Law Review (ECLR), 26(5), 272-276.



Schiedsgerichtsbarkeit und Rechtsstreitigkeiten


Unsere Expertise deckt das gesamte Spektrum an ökonomischer Unterstützung im Zusammenhang mit Schiedsgerichtsverfahren und anderen Rechtsstreitigkeiten ab. Dazu gehört die Schadensquantifizierung, aber auch die Geltendmachung bzw. die Abwehr von Ansprüchen, sowie die Ermittlung der richtigen Ansätze zur Bewertung von Ansprüchen.

Unsere Sachverständigengutachten wurden in nationalen und internationalen Schiedsgerichtsverfahren verwendet, wie z.B. in Verfahren der American Arbitration Association (AAA), der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit (DIS) sowie der International Chamber of Commerce (ICC). Auch in Verfahren vor nationalen Gerichten in Frankreich, Deutschland,Großbritannien und den Niederlanden wurden unsere ökonomischen Gutachten verwendet. 

Die Fälle, an denen wir mitgewirkt haben betrafen u.a. verschiedene Arten von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht, Patent- und IP-Streitigkeiten, z.B. in der pharmazeutischen Industrie, vertragliche Streitigkeiten und regulatorische Fragen, z.B. im Energiebereich. Oft waren unsere ökonomischen Gutachten auch maßgeblich für das Zustandekommen außergerichtlicher Einigungen.

 

Kartelle und horizontale Absprachen


Wir haben Gutachten und Analysen zu vielen Fällen horizontaler Vereinbarungen und Kartellabsprachen sowie zu Joint Ventures auf EU- und nationaler Ebene, insbesondere in Deutschland und Frankreich, erstellt. Weiterhin haben wir an einigen der prominentesten EU-weiten Fälle aus den Bereichen Mobilfunknetze und Automobilsektor, die den Artikel 101 AEUV gearbeitet.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Schadensersatzansprüchen, die erhoben werden, nachdem von der Wettbewerbsbehörde ein Kartell festgestellt wurde und des Beitrags, den Ökonomen zu Fragen der Schadensquantifizierung leisten können, sind wir zunehmend auch in den Verwaltungsverfahren tätig, die Schadensersatzverfahren vorausgehen. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt Schadensquantifizierung.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Publikationen:

Schwalbe, Ulrich (2019) Algorithms, Machine Learning, and Collusion, Journal of Competition Law and Economics, 14(4), 568-607.

Podszun, Rupprecht & Ulrich Schwalbe (2017), Zulässigkeit von Pressekooperationen in der 9. GWB-Novelle: Eine juristische und ökonomische Analyse, Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht, 61(4), 339-346.

Friederiszick, Hans & Frank P. Maier-Rigaud (2008) Triggering Inspections Ex Officio: Moving Beyond a Passive EU Cartel Policy, Journal of Competition Law and Economics, 4(1), 89-113.

Friederiszick, Hans & Frank P. Maier-Rigaud (2007) The Role of Economics in Cartel Detection in Europe, in: D. Schmidtchen, M. Albert & S. Voigt (eds.), The More Economic Approach in European Competition Law, Mohr Siebeck, Tübingen, 179-196.

Maier-Rigaud, Frank, C.-Philipp Heller & Philip Hanspach (2019) Zur Weiterwälzung von Preisaufschlägen, Journal of German and European Competition Law (WuW, Wirtschaft und Wettbewerb), 69(11), 561-568.

Maier-Rigaud, Frank P., Marc Ivaldi & C.-Philipp Heller (2020) Cooperation Among Competitors: Network Sharing Can Increase Consumer Welfare, SSRN working paper.

Cojoc, Anca, Marc Ivaldi, Frank P. Maier-Rigaud & Oliver März (2020) Horizontal Cooperation on Investment: Evidence From Mobile Network Sharing, CERP Discussion Paper No. DP14770.



Schadensquantifizierung


Die Schadensquantifizierung im Rahmen von Schadensersatzklagen hat sich in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Teil der wettbewerbsökonomischen Arbeit entwickelt. In Kartellfällen folgen Schadensersatzklagen typischerweise im Anschluss an das Verwaltungsverfahren vor einer Wettbewerbsbehörde. Wir haben in den letzten Jahren weit über 100 Gutachten zur Schadensquantifizierung erstellt. In zahlreichen Rechtsstreitigkeiten haben wir als Sachverständige sowohl vor Gerichten als auch vor Schiedsgerichten ökonomische Evidenz vorgelegt und wurden ins Kreuzverhör genommen. Basierend auf dieser Erfahrung bieten wir unseren Kunden rigorose und fundierte Analysen, die sich nahtlos in die juristische Argumentation einfügen und zu einem deutlich besseren Ergebnis für unsere Kunden in ihren Verfahren geführt haben.

Unsere Erfahrung und unsere analytische Strenge als sowohl theoretisch als auch empirisch arbeitende Ökonomen, zusammen mit unseren zahlreichen Publikationen und den Schulungen für Richter, die wir durchgeführt haben, sprechen für unsere Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft bei der Präsentation unserer Ergebnisse und im Kreuzverhör vor Gericht.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Publikationen:

Maier-Rigaud, Frank (2020) Auf dem Holzweg: Zu Streuschäden, Betroffenheit und Zurechnung im Rahmen von Schadensersatzklagen, Journal of German and European Competition Law (WuW, Wirtschaft und Wettbewerb), 70(2), 62-64.

Maier-Rigaud, Frank, C.-Philipp Heller, & Philip Hanspach (2019) Zur Weiterwälzung von Preisaufschlägen in regulierten Industrien, Neue Zeitschrift für Kartelrecht (NZKart), 12/2019, 650-658.

Maier-Rigaud, Frank P. & Slobodan Sudaric (2019) The Difference-in-Differences Approach in the Estimation of Cartel Damage, CPI Antitrust Chronicle, 3(1), 1-7.

Inderst, Roman, Frank P. Maier-Rigaud & Ulrich Schwalbe (2019) Quantifizierung von Schäden durch Wettbewerbsverstöße, in: Andreas Fuchs and Andreas Weitbrecht (eds.) Handbuch Private Kartellrechtsdurchsetzung, C.H. Beck, München, 287-332.

Maier-Rigaud, Frank P. & Ulrich Schwalbe (2018) Quantification of Antitrust Damages, in: David Ashton (ed.) Competition Damages Actions in the EU: Law and Practice (with an Economics Contribution by Frank Maier-Rigaud and Ulrich Schwalbe), 2ndedition, p.401-465, Edward Elgar 2018.

Schwalbe, Ulrich (2017) Lucrum Cessans und Schäden durch Kartelle bei Zulieferern, Herstellern von Komplementärgütern sowie weiteren Parteien, Neue Zeitschrift für Kartellrecht, 5, 157-164.

Maier-Rigaud, Frank P. (2017) Damages Regimes on Both Sides of the Atlantic – An Economic Critique, The Antitrust Bulletin, 62(2), 334-347.

Maier-Rigaud, Frank P., Christopher Milde & Peter Bönisch (2016) Quantification of Damage on Both Sides of the Atlantic: What are the Differences?, Chapter 13, 185-203 in: James A. Keyte (ed.), International Antitrust Law & Policy: Fordham Competition Law 2015, Fordham University School of Law.

Inderst, Roman, Frank P. Maier-Rigaud & Ulrich Schwalbe (2014) Preisschirmeffekte, Journal of German and European Competition Law (WuW, Wirtschaft und Wettbewerb), 64(11), 1043-1056.

Inderst, Roman, Frank P. Maier-Rigaud & Ulrich Schwalbe (2014) Umbrella Effects, Journal of Competition Law and Economics, 10(3), 739-763. [Nominated for the 2014 Concurrences Antitrust Writing Awards]

Maier-Rigaud, Frank P. (2014) Toward a European Directive on Damages Actions, Journal of Competition Law and Economics, 10(2), 341–360.

Maier-Rigaud, Frank P. (2014) Umbrella Effects and the Ubiquity of Damage Resulting from Competition Law Violations, Journal of European Competition Law and Practice, 5 (4), 247-251.

Maier-Rigaud, Frank P. & Ulrich Schwalbe (2013) Private Enforcement under EU Law: Abuse of Dominance and the Quantification of Lucrum Cessans, CPI Antitrust Chronicle, 11(2), 1-11.



Marktabgrenzung


Traditioneller Startpunkt in der Analyse jedweden Wettbewerbsproblems aber auch im Rahmen vieler regulatorischen Fragen ist die Abgrenzung des sachlich und räumlich relevanten Marktes. Unabhängig davon, ob sie auf Basis des modifizierten Bedarfsmarktkonzeptes oder des hypothetischen Monopolisten Tests durchgeführt wird, erfolgt die Marktabgrenzung durch Ermittlung der relevanten Substitute auf Nachfrage- aber auch auf Angebotsseite und damit auch der relevanten Wettbewerber. Zielsetzung ist dabei immer die Abbildung der wettbewerblich relevanten Zusammenhänge. Unter Umständen ist es möglich die Marktabgrenzung anhand eines SSNIP-Testes zu objektivieren und einer empirischen Analyse zugänglich zu machen. Im Rahmen eines SSNIP-Testes wird untersucht, ob ein gewinnmaximierender hypothetischer Monopolist eine kleine, nicht nur vorübergehende Preiserhöhung von mindestens 5-10% über dem wettbewerblichen Preis vornehmen würde. Ausgehend vom kleinsten denkbaren räumlich und sachlichen Kandidatenmarkt werden nach und nach sachliche und räumliche Substitute hinzugefügt. Der relevante Markt ist dann der kleinste Markt für den eine solche Preiserhöhung profitmaximierend ist. In den letzten Jahren wurden, vor allem für Märkte mit differenzierten Gütern und Preiswettbewerb, alternative Konzepte zur Marktabgrenzung vorgeschlagen (Vgl. dazu insbesondere Schwalbe & Maier-Rigaud (2012). Mittels so genannter Indikatoren des Preissteigerungsdrucks wie „upward pricing pressure“ oder „GUPPI“ wird versucht, die Auswirkungen eines Zusammenschlusses auf das Marktergebnis direkt zu erfassen.

Neben den Erfahrungen mit der Abgrenzung des relevanten Marktes und Einordnung von Marktabgrenzungen bei der Europäischen Kommission, verfügen wir über umfangreiche Expertise in der sachlichen und räumlichen Abgrenzung relevanter Märkte im Rahmen von Wettbewerbsfällen, also beispielsweise bei Missbrauchs- oder Fusionskontrollverfahren aber auch im regulatorischen Bereich zur Feststellung von SMP (significant market power, bzw. beträchtlicher Marktmacht) oder allgemein in Schiedsgerichtsverfahren. Diese umfasst insbesondere auch Fälle der „toothless-“ und der „cellophane fallacy“.

Schwalbe, Ulrich & Daniel Zimmer (2021) Kartellrecht und Ökonomie, 3rd. ed., Deutscher Fachverlag, forthcoming.

Schwalbe, Ulrich (2019) Market definition in the digital economy: An overview of EU and national case law, Concurrences, October 2019.

Schwalbe, Ulrich (2012) Market Definition in Technologically Dynamic Markets - An Example from Mobile Telecommunications in: Krämer, H.M., H. Kurz, H.-M. Trautwein (eds.), Macroeconomics and the History of Economic Thought - Festschrift in Honour of Harald Hagemann (with T. Arnold), London.

Schwalbe, Ulrich & Rupprecht Podszun (2017) Digitale Plattformen und GWB-Novelle: Überzeugende Regeln für die Internetökonomie? Neue Zeitschrift für Kartellrecht, 5(3),98-106

Schwalbe, Ulrich & Frank P. Maier-Rigaud (2012) Market DefinitionOECD Best Practice Roundtables in Competition Policy, June.



Fusionskontrolle


Aus der modernen Fusionskontrolle sind ökonomische und ökonometrische Analysen nicht mehr wegzudenken. Auf der empirischen Seite verlangen die Europäische Kommission und eine zunehmende Zahl nationaler Wettbewerbsbehörden die Vorlage und die Analyse umfangreicher Datenmengen. Im Rahmen der theoretischen Analyse müssen ökonomisch fundierte und plausible Schadenstheorien entwickelt und empirisch gestützt werden. Gegebenenfalls sind die von dritter Seite vorgebrachten Schadenstheorien durch überzeugende Argumente und empirische Untersuchungen zu widerlegen. Aufgrund unserer Erfahrung können wir unsere Kunden in allen Stufen eines Fusionskontrollverfahrens, angefangen von der Risikobewertung über alle Schritte des Anmeldungsverfahrens bis hin zur endgültigen Freigabe, kompetent unterstützen.

Wir waren in zahlreichen Phase-I- und Phase-II-Fusionsfällen sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene, insbesondere in Frankreich, Deutschland und Großbritannien, beratend tätig. Unsere Arbeit im Fall GE/Alstom der Europäischen Kommission, der die Übernahme des Energie- und Netzgeschäfts von Alstom durch General Electric betraf, wurde 2016 von GCR mit dem Preis "Merger Control Matter of the Year" ausgezeichnet.

Sowohl innerhalb der Europäischen Kommission als auch als Berater für Unternehmen haben wir Wettbewerbsbedenken aufgrund potenzieller horizontaler und vertikaler Effekte analysiert und bewertet.  Darüber hinaus haben wir uns auch mit weniger bekannten nicht-traditionellen Effekten, z. B. aufgrund von Kapazitätsengpässen, wie sie im Zusammenhang mit der BASF/Solvay Polyamid-Transaktion der Europäischen Kommission vorgebracht wurden, befasst.

Neben der Unterstützung im Anmeldeverfahren haben wir auch an der Planung potenzieller Transaktionen mitgewirkt und vor dem Abschluss von Transaktionen zu möglichen regulatorischen Risiken beraten. Als Teil dieser Risikobewertungen oder im Zusammenhang mit den anschließenden Anmeldungen haben wir auch bei der Entwicklung und Bewertung von Abhilfemaßnahmen mitgewirkt, die geeignet sind, die geäußerten Wettbewerbsbedenken zu verringern oder gänzlich auszuräumen.

Maier-Rigaud, Frank P. & Nicola Tosini (2020) Mergers between Backward Integrated Firms: Insights from BASF/Solvay’s Polyamide Business, Journal of European Competition Law & Practice, 11(1-2), 82-89.

Heller, C.-Philipp, Heiner Lindenlaub & Frank Maier-Rigaud (2020) Exclusionary Bundle Discounts: A Simple Model with two Applications, Economics Bulletin, 40(1), 210-216.

Lörtscher, Benjamin & Frank P. Maier-Rigaud (2020) On the Consistency of the European Commission's Remedies Practice, 53-72, in: Gerard, Damien & Assimakis Komninos (eds.) Remedies in EU Competition Law - Substance, Process and Policy, Wolters Kluwer.

Schwalbe, Ulrich (2018) Common Ownership and Competition – The Current State of the Debate, Journal of European Competition Law and Practice, 9(9), 596-603.

Maier-Rigaud, Frank P., Ulrich Schwalbe & Felix Forster (2016) The Role of Non-Coordinated Effects in the Assessment of Minority Shareholdings, Journal of Competition Law (ZWeR), 14(3), 246-257.

Maier-Rigaud, Frank P. (2016) Behavioural versus Structural Remedies in EU Competition Law, chapter 7, 207-224, in: Philip Lowe, Mel Marquis and Giorgio Monti (eds.), European Competition Law Annual 2013, Effective and Legitimate Enforcement of Competition Law, Hart Publishing.

Maier-Rigaud, Frank & Ulrich Schwalbe (2015) The European Commission's Decision in Telefónica Deutschland/ E-Plus, Wirtschaft und Wettbewerb, 07/08, 733-736.

Schwalbe, Ulrich & Frank P. Maier-Rigaud (2012) Market Definition, OECD Best Practice Roundtables in Competition Policy, June.

Maier-Rigaud, Frank P., Daniel Wiesen & Kay Parplies (2008) Experimental Economics and Competition Policy: Unilateral and coordinated effects in competition games, European Competition Law Review (ECLR), 29(7), 408-417.

Maier-Rigaud, Frank P. & Kay Parplies (2009) EU Merger Control 5 Years after the Introduction of the SIEC Test: What explains the drop in enforcement activity? European Competition Law Review (ECLR), 11, 565-579.



Regulierungsfragen und Marktberichte


Die Wettbewerbsökonomie spielt für die Regulierung bestimmter Branchen eine zunehmend bedeutendere Rolle. Wir verfügen über reiche Erfahrungen bei der Erstellung von ökonomischen Gutachten zu Regulierungsfragen in den Bereichen Telekommunikation, Post, Eisenbahn sowie Strom und Gas. Unser Team hat bei der Reform der Regulierung bestimmter Sektoren mitgewirkt und Unternehmen in Rechtsstreitigkeiten oder Schiedsverfahren mit Benchmarking und „Good Practice“-Analysen unterstützt.

Neben der spezifischen Beratung von Kunden im Rahmen von Regulierungs- oder Schiedsgerichtsverfahren haben wir auch allgemeine Hintergrundberichte über verschiedene Branchen erstellt, unter anderem die Pharmaindustrie, Krankenhäuser und Datenzentren. Wir haben auch zu Themen wie traffic management und Netzneutralität gearbeitet.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Veröffentlichungen:

Maier-Rigaud, Frank (2019) Dekarbonisierung für Anfänger: Wie das europäische Zertifikatesystem zu retten wäre, Wirtschaftsdienst, 99(10), 731-735.

Maier-Rigaud, Frank, Christopher Milde & André Selke (2015) Economics of the Interconnection Data Centre (IDC) Industry.

Maier-Rigaud, Frank (2012) Competition in Hospital Services – The Policy Dimension, Organisation for Economic Co-operation and Development Working Party No. 2.

Maier-Rigaud, Frank (2012) Traffic Management: The Respective Roles of Competition Law and Regulation, CPI Antitrust Chronicle, Vol. 2, March 2012.

Maier-Rigaud, Frank (2011) Network Neutrality: A Competition Angle, Competition Policy International, Vol. 2, August 2011.



Sektor- und Marktuntersuchungen


Im Rahmen von Sektoruntersuchungen, die von der Europäischen Kommission und nationalen Behörden wie der britischen CMA durchgeführt wurden, haben unsere Ökonomen sowohl Unternehmen, die direkt von der Untersuchung betroffen sind als auch andere interessierte Parteien unterstützt. Dies betrifft vor allem die Beantwortung der Anfragen der Regulierungsbehörden aber auch die Ermittlung und die effektive Präsentation relevanter Fakten und Beweise, die für die Untersuchung von Bedeutung sind.

Marktuntersuchungen erfordern vor allem Erfahrung im Umgang mit Daten aber auch mit unternehmensinternen Abläufen, um die in der Regel umfangreichen Informationen, die von der Wettbewerbsbehörde angefordert werden, fristgerecht bereitzustellen. Damit der Kunde die Untersuchung effektiv bewältigen kann, muss sichergestellt werden, dass vorgegebene Fristen eingehalten und die relevanten Informationen identifiziert und systematisiert werden, um begleitende Argumente und Erklärungen vorzubereiten. Dazu gehört auch eine praktische Unterstützung, um die Friktionen, die eine solche Untersuchung regelmäßig auf Unternehmensebene verursacht, auf ein Minimum zu beschränken.

Unser Team hat Kunden dabei beraten, gegenüber den Behörden auf wettbewerbliche Probleme hinzuweisen, indem wir z. B. auf regulatorische Hindernisse in einem Markt oder auf problematische Geschäftspraktiken von Wettbewerbern aufmerksam gemacht haben. Daneben haben wir auch Kunden dabei unterstützt, die empirischen Ergebnisse korrekt und sachgerecht darzustellen, damit kein fehlerhaftes und irreführendes Bild des Marktes vermittelt wird.

Ein Mitglied unseres Teams war für das Instrument der Sektoruntersuchung bei der Europäischen Kommission verantwortlich und hat verschiedene Sektoruntersuchungen auf EU-Ebene, u. a. im Finanzdienstleistungsbereich, im Pharmasektor und im Energiesektor. geleitet und koordiniert. Im Rahmen der UK Energy Market Investigation haben wir ein großes Energieunternehmen begleitet.



Staatliche Beihilfen


Staatliche Beihilfen sind im Zuge der Finanzkrise, aber auch aufgrund der Covid-19-Pandemie zu einem zentralen Handlungsfeld der Europäischen Kommission geworden. Dabei wird seit längerer Zeit der „more economic approach“ aus dem Kartellrecht auch auf staatliche Beihilfen angewandt und hat dadurch die Bedeutung ökonomischer Analysen bei der Beurteilung staatlicher Beihilfemaßnahmen weiter vergrößert. Zu den wesentlichen ökonomischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen stellen, gehören neben der Bewertung der wettbewerblichen Auswirkungen einer Beihilfenmaßnahme auch die Konformität staatlicher Investitionen auf Basis des Grundsatzes des „Market Economy Investor Principle“ und die Ausgestaltung geeigneter Abhilfemaßnahmen, um mögliche negative Auswirkungen auszugleichen

Unsere Experten haben Unternehmen und verschiedene öffentliche Institutionen in unterschiedlichen Sektoren, wie dem Gesundheitswesen, der Transportindustrie oder im Bereich der Finanzdienstleistungen zu Fragen staatlicher Beihilfen beraten. 

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Publikationen:

Schwalbe, Ulrich (2017), Economic Principals of State Aid Control, in: Heidenhain, M. (ed.), European State Aid Law, Springer Verlag; Hart Publishers, Heidelberg; Oxford

Maier-Rigaud, Frank & Christopher Milde (2015) The Rescue and Restructuring Aid Guidelines of the European Commission - An Economic Point of View, World Competition: Law and Economics Review, 38(2), 189-213.

Maier-Rigaud, Frank (2012) Competition in Hospital Services – The Policy Dimension, Organisation for Economic Co-operation and Development Working Party No. 2.



Vertikalvereinbarungen


Vereinbarungen zwischen Unternehmen auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette haben das Potenzial, erhebliche Effizienzgewinne zum Nutzen der Verbraucher zu generieren, indem sie Trittbrettfahrer-Probleme vermeiden und negative externe Effekte in der gesamten Lieferkette internalisieren. Diese Effizienzgewinne werden von der Europäischen Kommission in der entsprechenden Gruppenfreistellungsverordnung ausdrücklich anerkannt.

Unser Team hat an mehreren Fällen mitgewirkt, die exklusive oder selektive Vertriebs- und Einzelhandelssysteme betrafen, darunter auch Fälle, in denen Wiederverkaufsbeschränkungen zu analysieren waren und hat sich mit Fragen der Produktion und des Vertriebs in der pharmazeutischen Industrie befasst. Die Preisbindung im Einzelhandel (RPM), und Bestpreisklauseln und Mehrpreissysteme in der Digitalwirtschaft sind nach wie vor wichtige und aktuelle Themen. Wir haben zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, gegenüber den Wettbewerbsbehörden deutlich zu machen, welche wettbewerbsfördernden und/oder wettbewerbsbeschränkenden Wirkungen bestimmte Preissetzungsformen aufweisen.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Publikationen:

Maier-Rigaud, Frank, Nathan Blalock & Oliver Gannon (2019) Reverse payments: An EU and US perspective, in EU Law of Competition and Trade in the Pharmaceutical Sector, eds. Pablo Figueroa and Alejandro Guerrero, Edward Elgar, p.35-108.

Inderst, Roman & Frank P. Maier-Rigaud (2015) Vertical Restraints and the Forgotten Function of Prices in Brand Management, CPI Antitrust Chronicle, May 2015 (1).

Font Galarza, Andres, Frank P. Maier-Rigaud & Pablo Figueroa (2013) RPM Under EU Competition Law: Some Considerations from a Business and Economic Perspective,CPI Antitrust Chronicle, November 2013 (1).

Hellstrom, Per, Frank Maier-Rigaud & Friedrich Wenzel Bulst (2009) Remedies in European Antitrust Law, Antitrust Law Journal, 76, 43-63.